Stadtplanung Hamburg
Bauliche Weiterentwicklung eines Quartiers aus den 60er Jahren
Wohneinheiten
120
Wohnfläche
8.500m²
Bauliche Entwicklung
Das Quartier soll durch eine behutsame und nachhaltige Nachverdichtung zukunftsfähig weiterentwickelt werden. Hierzu werden bestehende Stellplatz- und Freiflächen unter Berücksichtigung städtebaulicher, ökologischer und sozialer Anforderungen neu bebaut. Gleichzeitig werden attraktive Freiräume geschaffen, die den Bedürfnissen unterschiedlicher Alters- und Nutzergruppen gerecht werden. Geplant sind Mietergärten, Begegnungsorte, Mehrgenerationen-Fitnessangebote, Spielplätze sowie großzügige Grün- und Wiesenflächen zur Erholung und Förderung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens.
Sozialräumliche Entwicklung
Ziel ist die Schaffung eines inklusiven und lebenswerten Wohnumfeldes, das Menschen aller Generationen ein selbstbestimmtes Leben im Quartier ermöglicht. Durch den Ausbau barrierefreier Wohnangebote, Servicewohnen und geförderten Wohnraum wird ein lebenslanges Wohnen unterstützt. Ergänzend sollen Infrastruktur, soziale Angebote und Begegnungsmöglichkeiten gestärkt werden, um die Teilhabe aller Bewohnerinnen und Bewohner zu fördern.
Energetische Entwicklung
Die energetische Modernisierung des Quartiers bildet einen zentralen Baustein der nachhaltigen Entwicklung. Durch die Sanierung des Gebäudebestandes und die Nutzung regenerativer Energiequellen wird ein zeitgemäßer Energiestandard erreicht. Ein quartiersweites Nahwärmenetz trägt dazu bei, den Energieverbrauch zu reduzieren und die CO₂-Emissionen langfristig zu senken.
Funktionale Entwicklung
Die Mobilitätsangebote im Quartier werden zukunftsorientiert weiterentwickelt. Dazu gehören Car-Sharing-Angebote, moderne Fahrradhäuser an den Quartierseingängen sowie zentral gebündelte Pkw-Stellplätze in sogenannten Mobility-Hubs. Gleichzeitig werden soziale Einrichtungen und Dienstleistungen ausgebaut. Geplant sind unter anderem Quartierstreffs, Pflegewohngruppen und Servicewohnen, um die Versorgung und Lebensqualität vor Ort nachhaltig zu stärken.
Kompensation der Nachverdichtung
Die durch die bauliche Entwicklung entstehende zusätzliche Flächenversiegelung wird durch gezielte Maßnahmen des Regenwassermanagements ausgeglichen. Hierzu zählen Dachbegrünungen, wasserdurchlässige Beläge sowie Vorflut- und Retentionsflächen in den Freianlagen. Diese Maßnahmen fördern die Versickerung von Niederschlagswasser, verbessern das Mikroklima und leisten einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Qualität des Quartiers.




